Vorträge – Lean EAM 2021

Unter dem Motto »Ready for Times of Change« halten unsere Referenten Vorträge aus der Wissenschaft und Praxis.


Matthias Patzak, Amazon Web Services Germany EMEA SARL, Niederlassung Deutschland

Autonomie und Alignement, die zwei Seiten der Enterprise Architektur

Speed matters in Business –  und Geschwindigkeit wird vor allem durch lose Kopplung und Unabhängigkeit erreicht. Lose Koppelung in der Architektur und der Organisation. Gleichzeitig muss man aber dafür sorgen, dass nicht zu viel Wildwuchs entsteht, die Teams in die gleiche Richtung laufen, und aus Autonomie nicht Anarchie wird. Der Vortrag zeigt, wie man in IT die richtige Balance zwischen Autonomie und Alignement schafft.

Matthias Patzak

Firma: Amazon Web Services Germany EMEA SARL
Position: Principal Advisor


Dr. Marcel Morisse, Hermes Germany GmbH

„Eigentlich brauche ich nur den Applikationsnamen“ – Mit Integrationen zu einer ganzheitlichen Unternehmensarchitektur in agilen Organisationen

Unternehmensarchitektur (UA) ist ein wichtiger Taktgeber im Konzert der IT-Organisation. Allerdings führen die zunehmende Digitalisierung, agile Entwicklungsteams und Verzahnung von Fachbereichen und IT dazu, dass die Stimme undeutlicher zu hören ist. Neue Ansätze und Methoden sind notwendig, um das UAM wieder an die Position der ersten Geige zu bringen. Die UA bei der Hermes Germany hat sich vor zwei Jahren auf den Weg gemacht, die Rolle, welche die UA im Unternehmen spielen soll, neu zu denken. Überholte Mechanismen und Entscheidungswege wurden konsequent abgelöst und durch ein kooperatives Modell ersetzt. Die Architekten treten als Partner der crossfunktionalen Teams auf, um die Architektur der Hermes Germany zielgeführt weiterzuentwickeln. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bauen die Architekten auf eine umfassende Datenbasis, die sich neben originären Architekturdaten auch Datenbestände aus dem Prozessmanagement, Servicemanagement, IT-Controlling oder den Entwicklungswerkzeugen integriert. In dem Vortrag gibt Dr. Marcel Morisse einen Einblick, wie die Datenintegration ein wesentlicher Erfolgsfaktor für UA@Hermes geworden ist und wie auch andere Querschnittsfunktionen (bspw. der Datenschutz) zielführend unterstützt werden können.

Dr. Marcel Morisse

Firma: Hermes Germany GmbH
Position: Enterprise Architect


Dr. Thomas Greutmann - Otto GmbH & Co. KG

Programm-Management war gestern: Steuerung der digitalen Transformation bei OTTO

OTTO befindet sich in einem komplexen Prozess der digitalen Transformation: Das Geschäftsmodell des Unternehmens wird signifikant verändert und zur Plattform weiterentwickelt. Für die Steuerung dieser Transformation hat OTTO ein Steuerungsmodell entwickelt, das ohne klassische Programm-Management-Funktionen auskommt. Stattdessen nutzt das Hamburger Unternehmen überlappende Steuerungsnetzwerke für strategische Zielsysteme, Roadmaps, ein Maßnahmen-Portfolio und Budgets, die jeweils top-down- und bottom-up-Ansätze beinhalten. Dieser innovative Steuerungsansatz ermöglicht eine breitere Verankerung der Transformation in der Organisation und Kultur von OTTO und damit eine insgesamt höhere Umsetzungsgeschwindigkeit, wodurch Entscheidungs- und Steuerungsengpässe vermieden werden. Die Enterprise Architektur von OTTO gestaltet durch Architektur-Perspektiven dieses Steuerungsmodell und damit die Transformation maßgeblich mit und schafft neue visionäre Tätigkeitsfelder für Enterprise Architekt*innen.

Dr. Thomas Greutmann

Firma: Otto GmbH & Co. KG
Position: Leiter Enterprise Architektur


Prof. Dr. Robert Winter - Universität St. Gallen

Agile, Cloud, Ecosystem/Plattform und Transformation – das Ende von EAM wie wir es kennen?

Schon 2012 stellte eine gross angelegte Studie des MIT fest, dass steigende Investitionen in EAM nicht automatisch zu höherem (Koordinations-)Nutzen führen. Seinerzeit wurde als Hauptproblem angesehen, dass Architekturvorgaben bei dezentralen Business-Entscheidungen (z.B. in Projekten) zu wenig Akzeptanz finden. Dies führte in der Folge u.a. zur Entwicklung leichtgewichtiger, Business-orientierter EAM-Umsetzungsvarianten wie z.B. «Architectural Thinking».

In der Zwischenzeit haben Megatrends wie «Agile Transformation», Herausbildung von «Business Ecosystems» (mit oder ohne digitale Plattformen) oder veränderte, autonomere Arbeitsformen zu einer immer stärkeren und schnelleren Veränderung des Kontexts geführt, in dem EAM seine langfristigen, unternehmensweiten und Perspektiv-übergreifenden Aufgaben wie z.B. Begrenzung von Komplexität und Redundanz oder Erhaltung der Veränderungsfähigkeit zu erfüllen hat. Kann sich EAM angesichts des latenten Akzeptanzproblems «in der Breite» bei so grundsätzlich verändernden Rahmenbedingungen überhaupt organisch weiterentwickeln? Oder braucht es disruptive Veränderungen, die z.B. DevOps oder agile Entwicklung für das IT-Management mit sich brachten?

Der Vortrag fasst die aktuellen Arbeiten der «Architectural Coordination Group» des IWI-HSG sowohl aus der Perspektive der Grundlagenforschung wie auch aus der Begleitung innovativer Projekte mit Pilotunternehmen zusammen. Behandelt werden u.a. Erkenntnisse zu den Ursachen mangelnder Architekturvorgaben-Akzeptanz, das Design Nudging-basierter Koordinationsinterventionen als komplett neue «Toolbox» zur Etablierung von Architectural Thinking, neue Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Flexibilität und Effizienz komplexer IS-Landschaften sowie die Rolle veränderter Arbeits- und Entscheidungsformen für die Weiterentwicklung von unternehmensweiter Koordination.

Da EAM-Vorträge keine Krimis sind, beantworten wir die im Titel gestellte Frage gleich am hier: Ob es das Ende von EAM wie wir es kennen ist, kommt darauf an…

In beweglichen Organisationen wird ein rein traditionelles EAM-Verständnis (Dauerfunktion mit klaren Aufgaben, Rollen und Gremien; stabile; reife EAM-Prozesse; formelle Interventionen) sicher zunehmend an Bedeutung verlieren. Es wird dort zumindest ergänzt, vielleicht sogar mehr und mehr ersetzt werden durch informelles, fachlich ausgerichtetes Einwirken (Beratung, Information, Anreize schaffen, auf Probleme aufmerksam machen), Wirken bei unterschiedlichen Gelegenheiten und in verschiedenen Rollen, die sich dann auch nicht mehr unbedingt «Architekt/in» nennen. Natürlich wird diese Entwicklung unterschiedlich schnell gehen und unterschiedlich ausgeprägt sein. Die verschiedenen EAM-Verständnisse werden auch durchaus nebeneinander bestehen können, sich möglicherweise sogar ergänzen. Und wie immer wird es Organisationen geben, wo komplett traditionelle oder komplett alternative Verständnisse die beste Lösung sind. Unsere Forschung hat zum Ziel, die verschiedenen EAM-Konfigurationen herauszuarbeiten, die Erfolgsfaktoren für das jeweilige Setup zu identifizieren und damit auch in Zeiten von Agile, Cloud, Ecosystem/Plattform und Transformation artgerechte Lösungswege für die Begrenzung unternehmensweiter Komplexität und Redundanz und die Erhaltung der gesamtorganisationaler Veränderungsfähigkeit aufzuzeigen.

Prof. Dr. Robert Winter

Firma: Universität St. Gallen – Institut für Wirtschaftsinformatik
Position: Ordinarius für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen (HSG) und Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik (IWI-HSG)


Dr. Christoph Rauscher, Vodafone GmbH

„Schuld und Sühne“ – Technical Debt auch als Architekturaufgabe

Frei nach Dostojewski: traditionell kümmert sich die IT-(Enterprise)-Architektur als Disziplin gerne um Evolution, Innovation, neue Technologien und „das Bessere als konzeptionelles Zielbild“ – heute auch oft als „Digital Transformation“ zusammengefasst. Manchmal übersehen wir dabei, dass sich in vielen Firmen ein großer Berg an Technischen Schulden aufgetürmt hat, der der Erreichung der Architektur-Ziele massiv im Weg steht. Als Architekten sollten wir die Existenz dieser Schulden anerkennen und konkret daran mitarbeiten, sie abzutragen, sonst werden wir unser Zielbild nicht erreichen.

In Vodafone Deutschland läuft sein einigen Jahren unter dem Namen „Solstice“ eine massive Digital-Transformation-Initiative. Auch diese Initiative ist mit Technical Debt konfrontiert. Dieser Vortrag untersucht die Art und den Ursprung der Schulden und stellt einige Ansätze vor, wie mit aktiver Beteiligung der Architektur diese „Schuld gesühnt“ werden soll. Ein Happy End kann allerdings noch nicht garantiert werden …

Dr. Christoph Rauscher

Firma: Vodafone GmbH
Position: Head of Digital IT Architecture


Thomas J. Wagner, Landesbank Baden-Wuerttemberg

Vom Elfenbeinturm in die Kommandozentrale „EAM liefert aktive Impulse für die Obsoleszenz-Risiko Steuerung“

Die Banken sind durch regulatorische Vorgaben dazu gezwungen, die Applikationslandschaft mit den Abhängigkeiten zur Prozesswelt und der Infrastruktur vollständig zu dokumentieren. Diese Transparenz kann genutzt werden, um die operative IT-Steuerung zu unterstützten. Anhand des in der LBBW implementieren Lifecyclemanagementprozesses wird dargestellt, wie die Enterprise Architektur mit ihren Tools die Darstellung und Steuerung des technischen Obsoleszenz-Risikos unterstützt.

Thomas J. Wagner

Firma: Landesbank Baden-Wuerttemberg
Position: Lead-Enterprise Architect


Stephan Neuhäuser, MEWA Textil-Service AG & Co. Management OHG

Cloud, Agil und DevOps. Ist der Mittelstand schon bereit?

Cloud und Agilität haben zuweilen einen schweren Stand in der deutschen Mittelstands IT. Compliance, DSGVO oder falsch angewendete agile Vorgehensmethoden werden gerne als Grund vorgeschoben, um ihre Umsetzung zu verzögern.

Dennoch: Die Vorteile der neuen Ansätze zahlen sich doch bei anderen aus. Und wer möchte denn nicht mit mehr Dynamik und Flexibilität neue kundenorientierte Services bereitstellen und damit den Unternehmenserfolg entscheidend und zukunftsorientiert mitgestalten?

Kann IT dabei noch die alte serviceorientierte Organisation bleiben? Und wie muss sich die Rolle von uns Architekten verändern? Der Vortrag zeigt anhand von Praxisbeispielen Ansätze auf.

Stephan Neuhäuser

Firma: MEWA Textil-Service AG & Co. Management OHG
Position: Domain Lead Enterprise Architect


Daniel Goetze, Swiss Life AG

Zwei Welten begegnen sich: EAM vom Business aus betrachtet

„Unternehmensarchitektur? Das ist doch was, was die IT macht“. Stimmt. Aber ist es nicht schade, wenn das „Business“ – Fachbereiche, die mit beiden Beinen im operativen Tagesgeschäft stehen – EAM gar nicht kennen und/oder sich nicht dafür interessieren?

Wenn EAM dem Anspruch gerecht werden will, ein wesentlicher Baustein in der Brücke zwischen Business und IT zu sein, dann sollte dieses Nicht-Kennen oder Desinteresse zu denken geben. Abgehoben, abstrakt, wenig greifbar, ohne spürbaren operativen Nutzen sind Merkmale, die EAM aus Sicht des Business zugeschrieben werden können. Geht es auch positiver?

Der Vortrag berichtet von dem bei Swiss Life begonnenen Weg, den aus IT-Sicht etablierten EAM-Ansatz weiterzuführen und Ansatzpunkte zu finden, wie Fachbereiche verstärkt von EAM profitieren und eingebunden werden können. Damit EAM auch in der Praxis des Business ankommt.

In unserem „Reisebericht“ gehen wir auf folgende Fragestellungen ein:

  • Relevanz von EAM für das Unternehmen insgesamt
  • Wie kann das Interesse von Fachbereichen (dem „Business“) an EAM geweckt werden?
  • Wie / unter welchen Gesichtspunkten können Fachbereiche von EAM profitieren?
  • Wie können sich Fachbereiche in der Praxis aktiv an EAM beteiligen?

Daniel Goetze

Firma: Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
Position: Facharchitekt, Senior Experte Business Analyse


Andreas Landenberger, DATEV eG

Dicke Bretter bohren im EAM – Zielbestimmung und Governance mit dem „Unternehmensarchitekturzielbild Cloud“

Mit Unternehmensarchitekturzielbildern schaffen wir eine neues EAM-Element als Verbindung von Strategie- und Wertschöpfungsprozess. UA-Zielbilder liefern eine ganzheitliche Sicht auf ein strategisches Handlungsfeld und adressieren alle Ebenen der Unternehmensarchitektur. Dabei entstehen sowohl verbindliche Leitplanken für strategische und wertschöpfende Einheiten als auch ein Soll-Bild als Teil des Bebauungsplans und gemeinsame, DATEV-weite Zielrichtung.

Allein der technische Aufbau einer Hybrid-Cloud, die aus Public- und Private-Cloud-Elementen besteht, ist an sich schon eine Herausforderung.

Allerdings ist die Technik mit Hybrid-Strukturen nur ein Baustein – Aspekte aus Datenschutz, Legal, IT-Security, Einkauf, interne IT und nicht zu vergessen die Unternehmens- und Portfoliostrategie müssen ebenfalls Berücksichtigung finden und in Konsistenz gebracht werden.

Getreu unserem Motto „EAM verbindet“ starteten die Arbeiten an einem „Unternehmensarchitekturzielbild Cloud“, was sowohl sehr breite Aspekte des Cloud-Computing beleuchtet, stellenweise aber auch technologisch tief abtauchen musste, um ein sauberes Fundament für Hybrid-Cloud-Szenarien definieren zu können.

In diesem Vortrag wollen wir die Vorgehensweise und erste Ergebnisse zum Unternehmensarchitekturzielbild Cloud präsentieren sowie Erfahrungen dazu austauschen.

Andreas Landenberger

Firma: DATEV eG
Position: Enterprise Architect

Frank Stegmann, DATEV eG

Frank Stegmann

Firma: DATEV eG
Position: Enterprise Architect


Eva Garske, C&A Services GmbH & Co. OHG

Conquering the challenges of lean architecture co-creation – Lessons learned und best practices aus der Architekturgestaltung

Bei  Architekturarbeit in kleineren Initiativen und unternehmensweiten Transformationen werden Architekt*innen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, die die Nutzengenerierung und Zusammenarbeit erschweren.  

Viele parallel laufende Projekte mit ambitionierte Timelines sind oft der Standard. Geringes Verständnis des Werts von Architektur bei überlasteten Stakeholdern und mangelnde Kommunikation zwischen Teams führen dazu, dass isoliert voneinander Lösungen für dieselben Probleme erarbeiten werden. Dies sind nur einige der Hindernisse, die es zu überwinden gilt.  

Eine Architekturgovernance, die auf das Wesentliche fokussiert hilft sehr effizient beim Aufbau einer nachhaltigen Unternehmensarchitektur, ohne als Verzögerer zu wirken. Stakeholder, die schnell den Nutzen der Architekturarbeit sehen werden zu Sponsoren. Der Aufbau eines gemeinsamen Architekturmodels und regelmäßiger Austausch kann den Zusammenhalt der Architekturgemeinschaft fördern. Hierbei helfen kreative Herangehensweisen, um die einzelnen Herausforderungen zu überwinden. 

Der Vortrag gibt Einblick darüber, welche Methoden sich als Best Practices herausgestellt haben und wie diese bei C&A eingesetzt werden, um die Transformationen von Prozessen und IT Systemen zu beschleunigen. Innerhalb kurzer Zeit konnte mit Key Stakeholdern aus essentiellen Informationen ein kollaboratives Architekturmodell gestaltet und die Architektur Community bei C&A zu gestärkt und weiterentwickelt werden.  

Eva Garske

Firma: C&A Services GmbH & Co. OHG
Position: Enterprise Architect


Sascha Brandt, E.ON Digital Technology GmbH

Sascha Brandt

Firma: E.ON Digital Technology GmbH
Position: Head of Enterprise Architecture Corporate & Office


Dr. Thomas Meintrup - Daimler AG

It’s all about slicing … or how we understand the value-add of (enterprise) architecture today!

Im Zuge der Digitalisierung von Geschäftsmodellen adaptieren aktuell viele Unternehmen die Ideen und Konzepte von agilen, vertikal, d.h. am Business und/oder Kunden ausgerichteten Produktorganisationen – um deutlich schneller, innovativer und reaktionsfähiger zu werden.

Eine sowohl fachliche, technische als auch kulturelle und organisatorische Herausforderung insbes. für Unternehmen wie dem Daimler Konzern mit vielen, sehr heterogenen und historisch gewachsenen Strukturen.

Wir sind der Überzeugung, dass Architektur im Zusammenspiel von Fachbereich, Unternehmensarchitektur, Domänenarchitektur, Lösungsarchitektur und Produktentwicklung eine Schlüsselrolle in der Transformation eines traditionellen Unternehmens in ein digitalisiertes Unternehmen spielt.  Das Selbstverständnis und die Rolle von Unternehmensarchitektur muss sich jedoch in diesem Kontext verändern. Von einer IT Disziplin in eine Business-orientierte oder sogar Business Outcome-orientierte Disziplin.

Seit einiger Zeit arbeiten wir an genau dieser Neugestaltung von Architekturarbeit.

Wir orientieren uns hierbei sehr an Lean Management Prinzipien. Kundenorientierung und damit eine Mehrwertbetrachtung für unsere Kunden steht neben einer radikalen Vereinfachung bestehender Strukturen  im Fokus.

„It’s all about slicing … decoupling and integration“ bekommt in dieser Neuausrichtung unserer Architekturdisziplin im Daimler-Konzern eine essentielle Rolle. D.h. das richtige „Schneiden“ eines Geschäftsmodells in wohldefinierte Geschäftsfähigkeiten, die durch autonome Produktteams realisiert werden können und dabei – bei aller Liebe zur Dezentralität – eine E2E Sicht und Integrierbarkeit sicher zu stellen.

Über diese Bewegung (fast eine Revolution in unserem Hause) möchte ich Ihnen in meinem Vortrag berichten und Sie auf eine Reise mitnehmen, die wir im Daimler-Konzern begonnen, jedoch noch lange nicht beendet haben … wenn es überhaupt ein definiertes Ziel gibt!

Dr. Thomas Meintrup

Firma: Daimler AG
Position: Head of Enterprise Business Architecture & Verticalization


Prof. Dr. Jan Jürjens

Data Centric Architecture für verteilte Data-Analytics-Anwendungen

Der Vortrag präsentiert aktuelle Entwicklungen im Bereich Data Centric Architecture für verteilte Data-Analytics-Anwendungen. Er stellt zunächst aktuelle Entwicklungen und Anwendungsszenarien für Smart Data Analytics vor, sowie konkrete Einsatzszenarien für KI in datengetriebenen Industrie- und Geschäftsprozessen, beispielsweise mit dem Ziel der Optimierung von Prozessen und Planungen sowie neue Produkte und Services mittels unternehmensübergreifende Analyse von Daten aus heterogenen Quellen. Der Vortrag diskutiert Anwendungs-Cases aus der Praxis in verschiedenen Industrien. Er gibt einen Ausblick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen in Bezug auf die Technologietrends GAIA-X, International Data Spaces und Edge-Computing für KI & Data Analytics.

Prof. Dr. Jan Juerjens

Firma: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Position: Director Research Projects


David Tanzer - davidtanzer.net

Agil ist Unintuitiv

Mittlerweile macht fast jeder Scrum oder SaFE. Aber so richtig agil sind viele dieser Organisationen trotzdem nicht. Ron Jeffries schreibt sogar „Every time these organizations stamp out a new ScrumMaster, there are programmers somewhere whose lives will be made worse“.

Aber warum ist das so? Weil „agil“ unintuitiv ist. Und größere Veränderungen benötigt, als viele zu akzeptieren bereit sind. In diesem Vortrag zeige ich Beispiele, warum das so ist, und auch mögliche Auswege.

David Tanzer

Firma: davidtanzer.net
Position: Coach, Consultant, Trainer


Birgit Mallow - Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung

Agile Transformation

Die digitale Transformation der Gesellschaft schreitet voran. In der Folge sehen sich auch immer mehr Unternehmen gefordert, auf die Dynamik ihres Umfelds, das heißt auf plötzliche Veränderungen ihrer Märkte, auf unerwartete Mitbewerber, veränderte Nachfrage oder andere Veränderungen schnell und flexibel zu reagieren. Als probate Antwort auf diese Herausforderung gilt Agilität und um sich grundlegend gut für die Zukunft aufzustellen, starten Unternehmen typischerweise ein Projekt „Agile Transformation“.

Seit rund 10 Jahren begleitet Birgit Mallow Unternehmen unterschiedlicher Größe bei ihrer agilen Transformation. Allen erfolgreichen Beispielen, die sie in dieser Zeit erlebt hat, ist gemeinsam, dass sie keinem der immer wieder empfohlenen Best-Practice-Vorgehen folgen. Dennoch können wir in der Praxis wiederholt bestimmte förderliche Erfolgsmuster beobachten.

In ihrem Vortrag stellt Birgit Mallow typische Muster in der agilen Transformation von Unternehmen vor, die auf ihre Weg erfolgreich vorangekommen sind und berichtet von ihren Erfahrungen aus der Praxis.

Birgit Mallow

Firma: Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung
Position: Agile Facilitator


Franciska Bárdos - iteratec GmbH

Adiós EAM-Blabla,
Hallo Business Navigation!

Seit Jahren wird das Ende des EAM-Elfenbeinturms und der Anbruch des agilen Zeitalters propagiert. Schauen wir jedoch genau hin, ist EAM noch immer der exotische Hochleistungssport, der kaum jemanden interessiert und viele schlichtweg überfordert.

Eigentlich auch kein Wunder! Wer, außer einer meist kleinen Gruppe von Experten, versteht denn überhaupt, um was es bei EAM geht?  Geschweige denn, wie EAM gewinnbringend in die breite Praxis umgesetzt wird?

Dabei ist der aktuelle Aufschrei nach mehr Agilität eine Riesenchance, um das verstaubte EAM wieder im neuen Glanz aus seinem Grab auferstehen zu lassen. Denn eines ist sicher: Agilität ohne strategisches Denken und Transparenz ist nutzlos. Agilität benötigt einen Rahmen. Ansonsten mutiert ein Unternehmen zu einem wilden Hühnerhaufen. EAM sollte längst ein leichtzugänglicher Breitensport im Unternehmen sein. Und zwar an Ort und Stelle, für jeden!

Was Sie in diesem Vortrag erfahren:

  • So betreiben Sie EAM agil und praxisnah: Ich stelle Ihnen eine branchenübergreifende und höchst erfolgreiche Best Practice Methode vor, welche Sie sofort anwenden können.
  • Sie erfahren, wie EAM Ihrer Organisation dabei hilft, agiler zu werden.
  • Mit welcher „Sprache“ Sie EAM-Skeptiker in Ihrer Organisation von Ihrem Vorhaben überzeugen und wie Ihnen Business Navigation dabei helfen kann.
  • Wie Sie die Lasten auf mehrere Schultern verteilen, ohne dass Ihnen zu viele Köche den Brei verderben.
  • Wie Ihnen ein leichtgewichtiges Tool wie LUY dabei helfen kann, EAM als Breitensport zu etablieren.

Eines verspreche ich Ihnen – Hier wird es ganz konkret und es wird keine abstrakten Theorien geben.

Franciska Bárdos

Firma: LUY – iteratec GmbH
Position: Senior Presales Manager – LUY